Gästebuch des edlen Jahrgangs

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16522 Torsten
schrieb am 24. Juli 2017 um 08:19
Es war auf jeden Fall mächtig viel los am Wochenende. KSC-Auftakt, das Fest, eine Wand von Wasser, die einen durch die Karlstrasse verfolgt. Da weiß man gar nicht wo man anfangen soll.

Für mich bleibt die größte Frage des Wochenendes, ob ich überhaupt die zweite Halbzeit im Wildpark geblieben wäre, wenn ich meine Festkarte nicht verschenkt hätte? Verdient hätte diese Mannschaft meinen verfrühten Abgang nämlich eigentlich gehabt, denn das Abwehr- und Zweikampfverhalten, sowie das komplette Unvermögen durch irgendeine Form von Spielaufbau zu Chancen zu kommen, dass alles muss einem schon große Sorgen machen für die kommende Saison.

Aber in der zweiten Halbzeit sind wir ja dann doch mit einem blauen Auge davon gekommen, also lasst uns jetzt mal das Positive sehen: unser vermeintlicher Traumsturm trifft, sogar wenn er gar keine Torchancen hat (man kann also hoffen das Geld doch Tore schießt), ein paar der jungen Spieler haben mir technisch ganz gut gefallen (wobei, sollen uns nicht die Routiniers wieder nach oben bringen?) und sowieso fand ich die ersten Spiele nach unserem letzten Drittliga-Abstieg damals noch schlimmer als das Gekicke am Freitag.

Vielleicht auch ganz gut, dass wir das Spiel nicht komplett gedreht haben, sonst wären unsere Mängel wieder viel zu schnell verdrängt worden, wie damals beim ersten Slomka-Heimspiel.

Und dann war da ja auch noch die Geschichte das Becherpfand im Wildpark abzuschaffen obwohl es auf dem ganzen Gelände gar keinen Mülleimer gibt. Für meinen Geschmack leider mal wieder völlig symptomatisch für die Unfähigkeit der KSC-Verantwortlichen auch nur ein paar Schritte nach vorne zu denken. (Das gleiche blöde Gefühl habe ich ja leider auch immer bei der Kaderplanung.)

Womit ich nun aber jetzt wenigstens eine Überleitung zu Das Fest habe, denn dort habe ich den Eindruck läuft zumindest die Organisation rund wie noch nie. Und komische Ideen beim Bierverkauf gab es dort früher ja auch mal, aber inzwischen ist man da definitiv schlauer geworden. Also Routine, wie mein Vorredner schrieb, ist da schon das richtige Wort dafür, aber auf hohem Niveau eben.

Dafür ist dann vielleicht die "Magie" weg, aber mal ehrlich, dass liegt doch auch an uns, dass es nie wieder so sein wird wie in unserer Jugend.

Nun noch der Versuch einer kurzen Musikkritik meinerseits:
  • Donots: ok
  • Jennifer Rostock: vor der Sängerin geflüchtet
  • Zebrahead: sehr spaßiger Party Punk
  • Feine Sahne Fischfilet: engagiert, aber musikalisch deutlich limitierter als ihre "Vorband"
  • Sido: die Mischung aus dem Rap Imponiergehabe und den teilweise pathetischen Texten ist irgendwie seltsam und nicht wirklich meins
  • Labrassbanda: die erwartet coole Show, aber wie viel cooler wäre es, wenn man die Band vorher noch nicht gekannt hätte?
  • Amy McDonell: so ein schottischer Akzent hat was